Großübung mit den Feuerwehren Groß- und Kleinlobming

Um die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen wieder einmal auf die Probe zu stellen, wurde ein sehr herausforderndes Szenario vorbereitet: Ein Autounfall im Bereich der Meranstraße, in steilem Gelände, mit 4 Verletzten.

Die Alarmierung der Bergrettung erfolgte gegen 15:30 Uhr. Nach kurzer Anfahrt wurde das Übungsszenario im Bereich des Gehöfts „Edler“ erreicht. Auf einer steilen Wiese war ein Auto mit 4 Insassen abgestürzt. Die Feuerwehr war als erstes am Unfallort und alarmierte die Bergrettung via LWZ. Nach Triage und Erstversorgung durch die Notfallsanitäter von Feuerwehr und Bergrettung wurden die (teilweise sehr realistisch geschminkten) Verletzten, bedingt durch das steile Gelände, mit UT-Trage und Pro-Traxion-Zugsystem abtransportiert.

Durch die hohe Anzahl von Verletzten und das komplexe Szenario mussten die Feuerwehrleute uns bei unserer Arbeit tatkräftig unterstützen, was diese auch mit großem Einsatz gemacht haben. Die Kommunikation zwischen so vielen Beteiligten mit so unterschiedlichen Aufgaben (Einsatzleitung, Seilsicherung des Abtransports, Sicherung des Autowracks) auf so engem Raum, stellte doch eine gewisse Herausforderung dar, wurde jedoch zur Zufriedenheit der Beobachter gelöst.

Bei Einbruch der Dunkelheit waren sowohl die Verletzen den Rettungsdiensten übergeben worden, als auch das Autowrack durch die Feuerwehr geborgen worden. Wir bedanken uns bei Christian Wolf, Bürgermeister der Gemeinde Lobmingtal, der nicht nur seinen Grund für die Übung zur Verfügung gestellt hat, sondern anschließend noch alle Teilnehmer großzügig bewirtet hat, bei allen Teilnehmern von Bergrettung und Feuerwehr und ganz besonders bei den Planern und Schminkerinnen für die Vorbereitung dieser lehrreichen Übung.

Fotos: FF Großlobming/Bergrettung Knittelfeld

Gebietsübung Murtal

Die  „Sommerübung“ der Bergrettungen des Gebiets Murtal am 16.09. 2017 gab bereits einen schönen Vorgeschmack auf den kommenden Winter. Trotz des Schmuddelwetters wurde die Aufgabenstellung (2 Verletzte im Lukas Max – Klettersteig) gut und sicher gelöst. Während ein Verletzter von Team 1 mit nach unten abgeseilt wurde, wurde der zweite zum Ausstieg am Kreiskogel geborgen und bis nach unten abtransportiert, wo wir von der Ortsstelle Judenburg mit heißen Getränken versorgt wurden.

Die gestrige Übung hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig gemeinsame Gebietsübungen für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Ortsstellen sind. Ein Danke nochmals an alle teilnehmenden Bergrettungen: Bergrettung Judenburg, Bergrettung Pöls, Bergrettung Zeltweg und Bergrettung Knittelfeld.

Einsatzübung „Forstunfall“ der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern

Forstunfälle gehören im waldreichsten Bundesland Österreichs leider zum traurigen Alltag. Dass eine fachgerechte Bergung aus steilem Waldgelände von den Einsatzorganisationen große Umsicht und technisches Knowhow erfordert, wurde am letzten Samstag bei einer gemeinsamen Einsatzübung der Bergrettungs-Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern eindrucksvoll vor Augen geführt.

Am Samstag, 22. Juli 2017 wurden die beiden beteiligten Ortstellen von der Landeswarnzentrale alarmiert, dass zwei Forstarbeiter im Bereich Schellberg/St. Johann am Tauern bei der Montage des Tragseiles einer Holzseilbahn schwer verletzt wurden. Durch einen umstürzenden Baumstamm wurde eine am Baum hängende Person am Bein getroffen, eine weitere Person wurde eingeklemmt und erlitt schwere Beckenverletzungen.

Primär galt es, den vom Baum eingeklemmten, lebensbedrohlich Verletzten aus seiner Lage zu befreien, zu versorgen und über das sehr steile Gelände mittels Trage abzuseilen. Parallel dazu wurde von einem Teil der Mannschaft der zweite, am Baum festsitzende Arbeiter mit einer technischen Bergung aus zehn Metern Höhe abgeseilt, medizinisch versorgt und mittels Trage 200 Meter zum nächsten Forstweg abgeseilt, wo beide Opfer der Rettung übergeben werden konnten.

Bei der Übung waren 22 Bergretter der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern sowie zwei Bergrettungsärzte im Einsatz. Großer Dank gilt dem Forstunternehmen Köck Manfred und seinen Mitarbeitern, die das Szenario mit großem Einsatz sehr realitätsnah gestaltet haben.

Fazit aller Beteiligten: Die professionelle terrestrische Rettung aus Steilgelände ist auch im Waldbereich eine Herausforderung, die nur von einem speziell geschulten Rettungsdienst wie der Bergrettung bewältigt werden kann. Und für die beteiligten Forstarbeiter bleibt jedenfalls das „gute Gefühl“, dass man bei dieser schweren und gefährlichen Arbeit im Fall der Fälle mit zeitnaher, fachgerechter Hilfe rechnen kann.

Neben dem komplexen Szenario war die Übung auch ein guter Test für die Kommunikation und die allgemeine Zusammenarbeit zwischen benachbarten Ortsstellen, die strukturell in unterschiedlichen Bergrettungsgebieten liegen.

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