Einsatzübung „Forstunfall“ der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern

Forstunfälle gehören im waldreichsten Bundesland Österreichs leider zum traurigen Alltag. Dass eine fachgerechte Bergung aus steilem Waldgelände von den Einsatzorganisationen große Umsicht und technisches Knowhow erfordert, wurde am letzten Samstag bei einer gemeinsamen Einsatzübung der Bergrettungs-Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern eindrucksvoll vor Augen geführt.

Am Samstag, 22. Juli 2017 wurden die beiden beteiligten Ortstellen von der Landeswarnzentrale alarmiert, dass zwei Forstarbeiter im Bereich Schellberg/St. Johann am Tauern bei der Montage des Tragseiles einer Holzseilbahn schwer verletzt wurden. Durch einen umstürzenden Baumstamm wurde eine am Baum hängende Person am Bein getroffen, eine weitere Person wurde eingeklemmt und erlitt schwere Beckenverletzungen.

Primär galt es, den vom Baum eingeklemmten, lebensbedrohlich Verletzten aus seiner Lage zu befreien, zu versorgen und über das sehr steile Gelände mittels Trage abzuseilen. Parallel dazu wurde von einem Teil der Mannschaft der zweite, am Baum festsitzende Arbeiter mit einer technischen Bergung aus zehn Metern Höhe abgeseilt, medizinisch versorgt und mittels Trage 200 Meter zum nächsten Forstweg abgeseilt, wo beide Opfer der Rettung übergeben werden konnten.

Bei der Übung waren 22 Bergretter der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern sowie zwei Bergrettungsärzte im Einsatz. Großer Dank gilt dem Forstunternehmen Köck Manfred und seinen Mitarbeitern, die das Szenario mit großem Einsatz sehr realitätsnah gestaltet haben.

Fazit aller Beteiligten: Die professionelle terrestrische Rettung aus Steilgelände ist auch im Waldbereich eine Herausforderung, die nur von einem speziell geschulten Rettungsdienst wie der Bergrettung bewältigt werden kann. Und für die beteiligten Forstarbeiter bleibt jedenfalls das „gute Gefühl“, dass man bei dieser schweren und gefährlichen Arbeit im Fall der Fälle mit zeitnaher, fachgerechter Hilfe rechnen kann.

Neben dem komplexen Szenario war die Übung auch ein guter Test für die Kommunikation und die allgemeine Zusammenarbeit zwischen benachbarten Ortsstellen, die strukturell in unterschiedlichen Bergrettungsgebieten liegen.

Winterübung 2017 am Kettentörl

In der Nacht von Freitag auf Samstag fand in der hintersten Ingering die Winterübung der Bergrettung Knittelfeld statt. Die Alarmierung erfolgte um 15:00 Uhr, der Lawinenkegel unterhalb des Kettentörls wurde gegen 17:00 erreicht. Nachdem der einzige „Überlebende“ mittels Recco geortet, ausgegraben und versorgt war, wurde als Annahme unser Rückweg durch Lawinen versperrt und wir mussten die Nacht in einem Biwak verbringen.

Durch die gute Arbeit der Mannschaft wurden aus dem Notbiwak schnell zwei doch ganz komfortable Schneehohlen, sodass alle die Nacht gut überstanden haben und gut ausgeruht waren, für den Rückweg durch das lange, flache Ingeringeringtal am nächsten Tag …

Frühwinterliche Einsätze für die Bergrettung Knittelfeld

Am 27. Oktober war die Mannschaft der Bergrettung Knittelfeld bei einem nächtlichen Sucheinsatz im Bereich Rassnitzgraben/Tremmelberg gefordert. Die vermisste Person konnte nach Hinweisen von Anrainern relativ rasch lokalisiert und nach kurzer Versorgung unverletzt ins Tal begleitet werden.

Am 11. Dezember konnte ein Team der Ortsstelle Knittelfeld mit dem Einsatzfahrzeug einer verletzen Person im Bereich Seckauer Zinken/Zinkengraben zu Hilfe kommen. Der Wanderer hatte sich Verletzungen zugezogen, als er auf einer Eisplatte ausgerutscht war und konnte den Abstieg aus eigener Kraft nur mehr 500 Meter bis zu einer Forststraßenkreuzung fortsetzen. Durch die genaue Lokalisierung des Verunfallten bei der Alarmierung konnte der Einsatz in kürzester Zeit mit dem Einsatzfahrzeug der Bergrettung durchgeführt werden. Der Wanderer wurde nach Behandlung durch unseren Arzt bis zur Steinmühle abtransportiert und dort den Angehörigen übergeben.

Die offizielle Aussendung der LPD Steiermark finden Sie hier: http://www.polizei.gv.at/stmk/presse/aussendungen/presse.aspx?pro=1

Ausbildungsfahrt 2016

Die Ausbildungsfahrt in die Venedigergruppe ist bereits Geschichte. Lehrreich war’s, schön sowieso. Wir bedanken uns mit ein paar Impressionen beim Organisator und beim tollen Team der Warnsdorfer Hütte für den reibungs- und und unfallfreien Übungsablauf und die schöne Zeit im wilden Krimmler Talschluss. (Fotos: Martin und Ulf Edlinger)

Sommerübung 2016

Dienstag, den 05.07.2016 wurde die traditionelle, alljährliche Sommerübung der Ortsstelle Knittelfeld durchgeführt. Das Besondere daran war dieses Mal, dass wir im Vorfeld seitens des Österreichischen Bundesheeres gebeten wurden, an einer gemeinsamen Übung mitzuwirken.
Damit wurden wir vor einige, ansonsten unübliche Herausforderungen gestellt.

 

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Erhebung digitaler Funkschatten

Nachdem auch die Bergrettung Knittelfeld seit einem halben Jahr ihren Funk digitalisiert hat, gilt es nun, mögliche Funkschatten im Einsatzgebiet zu erkunden, eruieren und anschließend zu beheben. Dabei wird das Einsatzgebiet abgegangen und mögliche Schwachstellen durch Funkübungen mit GPS-Daten auf der Karte notiert. Am letzten Sonntag hatten die Bergretter bei der Begehung Kettentörl-Krugspitze-Mödringkogel-Gaalertörl echtes Kaiserwetter.Weitere Begehungen werden folgen….

Notfallsymposium Graz

Vom 31.März bis 2.Apri 2016 hat das diesjährige Notfallsymposium der AGN in Graz stattgefunden. Im Organisationskomitee war u.A. Dr. Stefan Heschl, der sowohl bei der AGN als auch bei unserer Ortsstelle tätig ist. Das Symposium wurde auch heuer wieder von einem sehr großen Fachpublikum besucht. Ergänzend zu den spannenden Fachvorträgengab es zahlreiche Workshops wo man realitätsnah Notfälle beüben konnte und Tipps und Tricks aus der Praxis von erfahrenen Rettern erfuhr. Erstmalig wurde beim diesjährigen Symposium ein Workshop von der Bergrettung Steiermark gestaltet. Den Teilnehmern des Workshops wurden die medizinische Ausstattung und die daraus resultierenden Möglichkeiten der Bergrettung bei einem Terrestrischen Einsatz nahe Gebracht. Der theoretische Fachvortrag wurde von Dr. Bernd Heschl, einem unserer beiden Ärzte unserer Ortsstelle, dem Fachpublikum präsentiert. In dem Vortrag wurden vor allem auf die meist widrigen Umstände bei Einsätzen der Bergrettung aufmerksam gemacht und den daraus entstehenden kritischen Situation die meist nur mit eingeschränktem medizinischen Equipment absolviert werden müssen. Im Anschluss stand das Einsatzfahrzeug der Bergrettung Knittelfeld und eine Team der Bergrettung für den Praxisteil zur Verfügung.  Es wurde mit großem Interesse das Equipment und die Arbeitsmöglichkeiten der Bergrettung im terrestrischen Einsatz begutachtet.

Neues aus der Ortsstelle

‚Nachwuchs‘ in der Ortstelle Knittelfeld: Wir freuen uns sehr, dass die beiden Kameraden Hannes Sonnleitner und Peter Zuber auch den Winterkurs erfolgreich absolviert haben und nach zweijähriger sehr engagierte Mitarbeit in der Ortsstelle nun auch offiziell Bergretter in unserem Team sind! Die beiden haben jetzt schon sehr viele Einsatzstunden hinter sich und ergänzen unser Team optimal.

Ein schon seit Jahren sehr engagierter Bergretter hat seinen Kompetenzbereich ebenfalls erfolgreich erweitert: Dr. Tkadletz Mike ist seit kurzen ausgebildeter Einsatzhundeführer und auch Stellvertreter des Lawinenhundereferenten der Steiermark. Herzliche Gratulation und alles Gute für die Einsätze mit deiner Bergrettungshündin Amy!

Recco Suchsystem in Bergrettungsdienst Murtal

Der neu erhaltene Recco Detektor soll zukünftig die Bergrettungsarbeit vor allem im Winter unterstützen. Vor allem im freien Schiraum neben den Pisten, wo sich oft viele Wintersportler auch ohne LVS Ausrüstung bewegen, kann das Recco Rettungssystem entscheidend eingesetzt werden.
Das Suchgerät im Wert von 2.500 € wurde von der Firma Recco kostenlos zur Verfügung gestellt, und wird das ganze Jahr im Einsatzfahrzeug zu allen Einsätzen mitgenommen. Vielen Dank an die Firma Recco und an Stefan Rössler, welcher den Detektor im Zuge einer Schulung mit den Einsatzleitern übergab.
Nähere Infos zum Recco Rettungssystem hier.

Gebietsübung am Lachtal

Die diesjährige Gebietsübung wurde schneesituationsbedingt am Lachtal im Bereich der Klosterneuburgerhütte abgehalten. Im Stationsbetrieb setzten sich die BergretterInnen, aus den Ortsstellen, Judenburg, Pöls, Zeltweg und Knittelfeld, praktisch und theoretisch mit nachfolgenden Übungsinhalten auseinander.
Theorievorträge: GPS, Digitalfunk, EIS, MED – Neuerungen
Praxis – Stationsbetrieb: GPS, MED – Wärmepackung, LVS Suche / Sondieren, Recco System

Machen sie sich nachfolgend einen Überblick der Gebietsübung…

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