Autor: Ulf Edlinger (Seite 1 von 2)

Gebietsübung Murtal

Die  „Sommerübung“ der Bergrettungen des Gebiets Murtal am 16.09. 2017 gab bereits einen schönen Vorgeschmack auf den kommenden Winter. Trotz des Schmuddelwetters wurde die Aufgabenstellung (2 Verletzte im Lukas Max – Klettersteig) gut und sicher gelöst. Während ein Verletzter von Team 1 mit nach unten abgeseilt wurde, wurde der zweite zum Ausstieg am Kreiskogel geborgen und bis nach unten abtransportiert, wo wir von der Ortsstelle Judenburg mit heißen Getränken versorgt wurden.

Die gestrige Übung hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig gemeinsame Gebietsübungen für die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Ortsstellen sind. Ein Danke nochmals an alle teilnehmenden Bergrettungen: Bergrettung Judenburg, Bergrettung Pöls, Bergrettung Zeltweg und Bergrettung Knittelfeld.

Einsatzübung „Forstunfall“ der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern

Forstunfälle gehören im waldreichsten Bundesland Österreichs leider zum traurigen Alltag. Dass eine fachgerechte Bergung aus steilem Waldgelände von den Einsatzorganisationen große Umsicht und technisches Knowhow erfordert, wurde am letzten Samstag bei einer gemeinsamen Einsatzübung der Bergrettungs-Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern eindrucksvoll vor Augen geführt.

Am Samstag, 22. Juli 2017 wurden die beiden beteiligten Ortstellen von der Landeswarnzentrale alarmiert, dass zwei Forstarbeiter im Bereich Schellberg/St. Johann am Tauern bei der Montage des Tragseiles einer Holzseilbahn schwer verletzt wurden. Durch einen umstürzenden Baumstamm wurde eine am Baum hängende Person am Bein getroffen, eine weitere Person wurde eingeklemmt und erlitt schwere Beckenverletzungen.

Primär galt es, den vom Baum eingeklemmten, lebensbedrohlich Verletzten aus seiner Lage zu befreien, zu versorgen und über das sehr steile Gelände mittels Trage abzuseilen. Parallel dazu wurde von einem Teil der Mannschaft der zweite, am Baum festsitzende Arbeiter mit einer technischen Bergung aus zehn Metern Höhe abgeseilt, medizinisch versorgt und mittels Trage 200 Meter zum nächsten Forstweg abgeseilt, wo beide Opfer der Rettung übergeben werden konnten.

Bei der Übung waren 22 Bergretter der Ortsstellen Knittelfeld und Hohentauern sowie zwei Bergrettungsärzte im Einsatz. Großer Dank gilt dem Forstunternehmen Köck Manfred und seinen Mitarbeitern, die das Szenario mit großem Einsatz sehr realitätsnah gestaltet haben.

Fazit aller Beteiligten: Die professionelle terrestrische Rettung aus Steilgelände ist auch im Waldbereich eine Herausforderung, die nur von einem speziell geschulten Rettungsdienst wie der Bergrettung bewältigt werden kann. Und für die beteiligten Forstarbeiter bleibt jedenfalls das „gute Gefühl“, dass man bei dieser schweren und gefährlichen Arbeit im Fall der Fälle mit zeitnaher, fachgerechter Hilfe rechnen kann.

Neben dem komplexen Szenario war die Übung auch ein guter Test für die Kommunikation und die allgemeine Zusammenarbeit zwischen benachbarten Ortsstellen, die strukturell in unterschiedlichen Bergrettungsgebieten liegen.

Winterübung 2017 am Kettentörl

In der Nacht von Freitag auf Samstag fand in der hintersten Ingering die Winterübung der Bergrettung Knittelfeld statt. Die Alarmierung erfolgte um 15:00 Uhr, der Lawinenkegel unterhalb des Kettentörls wurde gegen 17:00 erreicht. Nachdem der einzige „Überlebende“ mittels Recco geortet, ausgegraben und versorgt war, wurde als Annahme unser Rückweg durch Lawinen versperrt und wir mussten die Nacht in einem Biwak verbringen.

Durch die gute Arbeit der Mannschaft wurden aus dem Notbiwak schnell zwei doch ganz komfortable Schneehohlen, sodass alle die Nacht gut überstanden haben und gut ausgeruht waren, für den Rückweg durch das lange, flache Ingeringeringtal am nächsten Tag …

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